Inception (OmU) im Abaton

Nachdem ich diverse Male vergeblich spontan versucht hatte, Karten für Inception zu bekommen, ist es mir letztens im Abaton gelungen. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, worum es gehen würde, hatte aber von mehreren Seiten gehört, dass der Film sehr gut sein soll. Naja, und nachdem die Kinosäle überall ständig ausverkauft waren, war meine Neugier ehrlich gesagt geweckt.

Also ging es ins Abaton. Dort läuft das Original mit Untertiteln (OmU), im großen Saal. Da ich sowohl ein Fan vom Abaton, als auch von Filmen im Originalton bin, fing der Abend schon mal gut an. (Die Sitze waren außerdem erstaunlich bequem und die Sitznachbarn waren von der angenehmen Sorte 🙂

Zum Film kann ich nur sagen: mir hat er außerordentlich gut gefallen, insbesondere für einen Hollywood-Streifen. Zwar bin ich kein großer DiCaprio Fan, aber man kann ihm nicht absprechen, dass er über einiges an Schauspieltalent verfügt. Und Ellen Page, die den weiblichen Counterpart (Ariadne) spielt, ist ohnehin eine meiner momentanen Favoriten. Geliebt habe ich sie in Juno.
Überhaupt sind fast alle Schauspieler in diesem Film ein Volltreffer. Ken Watanabe (z.B. Last Samurai, Die Geisha) und Michael Caine (spielt in so ungefähr jedem 2. Film mit, egal welches Genre) sind zwei weitere Juwelen in diesem durch und durch exzellent besetzten Film.

Mit 148 Minuten hat Inception Überlänge. Eine Pause gab es im Abaton im Abendprogramm nicht. Hierfür war ich persönlich sehr dankbar, denn die Handlung ist nicht gänzlich unkompliziert und der Film lebt sehr von der Spannung, die den Film fast von Anfang an bis zum Ende durchzieht. Als Nicht-Pausen-Mensch war ich  darüber also wie gesagt sehr froh. (Es empfiehlt sich allerdings, in Anbetracht dieser Tatsache, nicht unbedingt, vorher Unmengen zu trinken 🙂

Um die erwähnte Spannung nicht gänzlich zu zerstören, möchte ich die Handlung nicht unbedingt rezitieren. Soviel sei gesagt: der Film handelt von Träumen, dem Unterbewußtsein, Kreativität, Relativität, der Zukunft, Industriespionage – und natürlich: von Liebe. DiCaprio spielt – wenn man so will – einen Geheimagenten, dessen Mission es ist, an Informationen aus dem Unterbewußtsein zu gelangen, ohne dass die betroffene Person davon erfährt. Mithilfe von speziellen Drogen und so genannten „Architekten“ werden Träume inszeniert und so besagte Informationen extrahiert. Da das Unterbewußtsein aber nicht vorhersehbar ist, lauern hier und da natürlich Gefahren…

Regisseur Christopher Nolan hat u.a. auch bei folgenden Filmen Regie geführt: Memento, Batman Begins, The Dark Knight. So hat auch Inception unterschwellig etwas Dunkles, Mysteriöses und teils Bedrohliches an sich. Ein wenig fühlte ich mich auch an Matrix erinnert.

Beschrieben wird Inception als Science-Fiction-Heist-Movie. An Spannung mangelt es jedenfalls nicht. Ich muss sagen, dass ich seit langem nicht mehr so viel Spaß im Kino hatte. Auch wenn viele meinen, der Film habe keine Tiefe, da er das Thema Traum und Unterbewußtsein nicht ausreichend philosophisch ausleuchte… ich war an jenem Tag nicht im Kino, mit dem Ziel, erleuchtet zu werden. Ich wollte einfach Spaß haben. Und das ist gelungen.

Die Filmmusik ist im Übrigen – muss man es noch erwähnen – von Hans Zimmer.

Abaton
Allendeplatz 3, Ecke Grindelhof
20146 Hamburg
Kartenreservierung Tel. 41 320 320
Kinotag: Mittwoch

2 Gedanken zu “Inception (OmU) im Abaton

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