Eine Bitte

Liebe Leute.

Ich weiß, die ernsten Themen erfreuen sich hier in der Regel nicht allzu großer Beliebtheit. Insbesondere, wenn Verantwortung eine Rolle spielt.

Heute möchte ich euch dennoch um etwas bitten. Etwas, das mir sehr wichtig ist.

Ich gehe mal davon aus, dass ihr von TTIP wisst.

Falls nicht, hier eine sehr reduzierte Zusammenfassung: es bedeutet die Aushebelung aller Demokratie und Grundrechte – zumindest derer, die uns noch geblieben sind.

Um das Inkrafttreten TTIPs zu verhindern, haben sich europaweit mehr als zweihundert Organisationen zusammengetan. Nun hat Brüssel entschieden, die somit entstandene Bürger-Initiative – die sehr wohl die Macht hätte, TTIP auf demokratischem Weg zu verhindern – abzulehnen. Eine rechtliche Grundlage für die Ablehnung gibt es nicht. Es wird auf Zeit gespielt, denn eine Klage und anschließendes Gerichtsverfahren würden zwar zugunsten der Bürger-Initiative ausgehen. Aber wann?

Damit wird ein für allemal deutlich: es geht nicht um uns Bürger. Nicht darum, was die Mehrheit will. Es geht nur um Mega-Konzerne. Man könnte meinen, es wäre schlechte Science Fiction. Aber es soll tatsächlich US Unternehmen erlaubt werden, europäische Bauern zu verklagen, wenn diese sich gegen genmanipuliertes Saatgut wehren.

Demokratie ist noch nie ein Gut gewesen, dass einem geschenkt wurde. Fast jede Generation musste einen Beitrag leisten, sie zu erringen oder zu erhalten. Dies kann unser Beitrag sein. Ob ihr nun Kinder haben wollt, oder nicht. TTIP und Co. dürfen nicht zustandekommen. Die Schäden, die daraus resultieren, wären zum Teil irreparabel. Wenn ihr mir nicht glaubt, schaut euch Mexiko an.

Im Ernst: dieses Abkommen ist eine Bedrohung unserer Rechte. In absurd eklatanter Weise wird jetzt sogar verwehrt, sich auf völlig legalem und demokratischem Weg dagegen auszusprechen.

Es ist Zeit, aufzuwachen.
Und zu begreifen.

Und vor allem: zu HANDELN.

Was mich zu meiner Bitte führt…
Klickt bitte hier und unterschreibt. Am besten jetzt gleich 😀

Danke!

(p.s.: Danke an Candy Bukowski für den Link – und sorry an alle für das viele Editieren)

Seglerschuhe

Ist das Bienensterben wirklich mysteriös?

  • 1992 wurde erstmals der Rückgang der Bienenpopulation erkannt und wird seitdem erforscht. Problematisch daran ist, dass man von der Zeit vor dem Einsatz von Pestiziden keine Messdaten von gesunden Bienen zum Vergleich hat.
  • es gibt circa 19.000 wilde Bienenarten
  • eine unbekannte Plage dezimiert ALLE Bienen
  • Globalisierung / Austausch von Königinnen und Volk verbreitete die Varroa Milbe aus Asien in die ganze Welt, diese wiederum verbreiten Viren
  • weitere, wichtigere Ursache: zum Teil riesige Monokulturen, Einsatz von Pestiziden, Fungiziden und Insektiziden

BAYER zahlte französischen Imkern nach einem massiven Bienensterben durch Einführung eines ‚Pflanzenschutzmittels‘ zwar 2 Millionen Entschädigung, weigerte sich jedoch, Schuld in diesem Zusammenhang einzugestehen.

Kein Wunder: BAYER verdient allein an diesem Produkt („Gaucho®“) 556.000.000 EUR pro Jahr. In Worten: über eine halbe Milliarde pro Jahr.

Ähnlich verhält es sich mit „Poncho® Pro“* von BAYER. Auch hier handelt es sich um ein Gift der Wirkstoffgruppe Neonicotinoide – der Mais wird vor der Saat damit gebeizt. Und auch dieses Mittel soll mit dem Bienensterben in direktem Zusammenhang stehen. Natürlich wird dies seitens Bayer nicht eingeräumt, denn auch hier sind die Gewinne immens (237.000.000 EUR / Jahr 2007).

*Insektizid: Chlothianidin ( = Poncho = Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide)

  • Die Biene ist – nach Rind und Schwein – das drittwichtigste Nutztier und für die Erhaltung von circa 80% unserer Lebensmittel mitverantwortlich
  • In Deutschland besetzen Forscher der Firma BAYER die wissenschaftlichen Posten der Bienen-Institute.

Einer der Wissenschaftler, die Bernelas als sorgfältig bezeichnete, ein Professor der Chemie, sagt heute: „Am Bienensterben ist nichts rätselhaft. Die Neo-Nikotinoide sind schuld, das ist monokausal, die Unfälle mit Pestiziden mal abgezogen, aber sie dürfen mich mit dieser Aussage nicht exponieren. Ich habe 30 Milliarden gegen mich, das ist schlecht für die Gesundheit. Man kriegt einen Herzinfarkt oder kein Geld mehr.“ Joe Cummins meint: „Es scheint daran zu liegen, daß Bayer eng mit Monsanto kooperiert. Das ist schlecht für die Zukunft der Honigbiene und des Menschen.“ Ein Skandal für sich sei die Nichteinhaltung der im Pflanzen- und Bodenschutzgesetz verankerten „guten fachlichen Praxis“, wonach Pestizide erst eingesetzt werden dürfen, wenn alle gleich günstigen technischen und pflanzenbaulichen Verfahren zuvor genutzt wurden. Eine weit schonendere und effektive Alternative zu den teuren Pestizden sei Löschkalk, der nach ca. 2 Stunden zu harmlosem Kalk zerfällt, welcher sowieso zur Bodenverbesserung gebraucht wird. (…) Der 2005 veröffentlichte Abschlußbericht des Verbraucherschutzministeriums zu den Ursachen des Bienensterbens 2002/2003 in Deutschland nennt Pestizide als Verursacher unter ferner liefen hinter einer Kombination aus Milben-Befall, unbekannten Erregern, unfähigen Imkern und Pollenmangel. Das Kapitel über Imidacloprid als mögliche Ursache wurde von drei Bayer CropScience-Mitarbeitern verfaßt.

Das Zitat sowie weitere dieser Informationen stammen aus folgendem exzellenten Post zum Thema Bienensterben:

Katinka Schroeder – die Blueten des Boesen
(blogs.taz.de)

Unbedint lesen!