Frühlingsanfang und Hamburg räumt auf

Zwar hatten wir gestern Frühlingsanfang, aber wie ihr wahrscheinlich sehen könnt, hat das mit der Realität da draußen noch nicht so viel zu tun. Nichts-destotrotz gibt es in Hamburg einen großen Frühlingsputz. Und zwar gibt es zum 16. Mal die Aktion Hamburg räumt auf.

Vom 21. März bis 28. März (wetterbedingt verschoben)

Dann bekommt unsere wunderschöne Hansestadt mit ihren zahlreichen Grünanlagen, Spielplätzen, Schulhöfen, Parks und Uferstreifen wieder ihren traditionellen Frühjahrsputz – ausgeführt von zigtausenden fleißigen Hamburger Helferinnen und Helfern. Den Zeitpunkt für unsere große Putzaktion haben wir natürlich wieder so früh gelegt, dass die heimische Vogelwelt dabei nicht gestört wird.

Und wer bei „Hamburg räumt auf!“ mitmacht, wird dafür auch belohnt. Zahlreiche ausgewählte Unternehmen haben wieder tolle Preise gespendet, die unter allen Teilnehmern verlost werden.

Als SchirmherrIn, wenn man so will, fungiert hier übrigens die weltweite Kampagne Clean Up the World. Ich find die Idee sehr gut und werde mal schauen, wie ich mich da beteiligen kann. The more, the merrier! .-)

hamburg-raeumt-auf.de

cleanuptheworld.org

Hamburg-räumt-aufclean up the world

Kein Wässerchen trüben

Ich gehe mal davon aus, dass eure Strom-/Energiepreise dieses Jahr auch gestiegen sind? (Mal wieder…)
Tja, dazu möchte ich – sehr plump und plakativ, da krank – Folgendes sagen: was erwartet man, wenn man die Stromversorgung privatisiert? Warum privatisiert man überhaupt Teile unseres Lebens, von denen wir absolut abhängig sind. Und wozu haben wir als Steuerzahler eigentlich die Netze damals mitfinanziert?
Was mich bei den Stromnetzen schon mehr als irritiert, erstreckt sich aber leider auch auf die Wasserversorgung. Was hierbei noch schlimmer ist: Ohne Strom kann man – zumindest theoretisch – noch leben. Aber ohne Wasser?

Schon seit Monaten frage ich mich, wann und wo wohl die Grenze erreicht sein wird. Wann ist der Punkt erreicht, an dem die Menschen aufstehen und sagen: es reicht. Bis hierhin und nicht weiter.

Nun, ich hoffe inständig, dass die Privatisierung des Lebensmittels schlechthin diese Grenze darstellt.
Und bitte euch, diese Petition zu unterzeichnen.

http://www.right2water.eu/de

Wenn der Drucker streikt…

… könnte das unter Umständen an geplanter Obsoleszenz liegen. Obsole-was? Tja, guckst Du hier!

Mein Drucker jedenfalls hat beschlossen, sein Leben äußerst lautstark auszuhauchen. Deshalb sind wir auf das Video gestoßen, welches wirklich sehr interessant und aufschlussreich ist. Unbedingt mal anschauen!

Gärtnern ohne Torf

So, da bin ich mal wieder! Es gab viel zu tun, und im Blog entstand ein Frühlings-Sommerloch. Damit soll jetzt erstmal wieder Schluß sein 😉

Völlig untätig war ich auf jeden Fall nicht. Unter anderem wurde gepflanzt. Tja, und da ich es ziemlich bekloppt finde, dass zur Verschönerung unseres Balkons Torf abgebaut und somit die Umwelt zerstört wird, habe ich mich für ein torffreies „gärtnern“ entschieden. Letztes Jahr bin ich noch durch die Gänge diverser Gärtnereien geschlurft und habe nirgendwo Kokosfasern (als Torfersatz) gefunden. Was recht frustrierend war, denn selbst die Angestellten wussten teils nicht so recht, was sie mit meiner Frage anfangen sollten. Dieses Jahr, so stellte ich erstaunt fest, gibt es das Zeug sogar bei IKEA. Man höre und staune. (Jaaaa, ich gebe zu: ich kaufe ab und zu beim schwedischen Möbelhaus…). Dort heißt es nicht Kokosfaser, sonder Kokosnöt. Na klar!

Neudorff hat natürlich auch torffreie Erde, sowie Kokohum® Blumenerde. Das Tolle daran ist, dass ein 600g Brikett getrocknete und gepresste Kokosfaser ganze 7 Liter Blumenerde ergeben. Ich hab jetzt nicht nachgemessen, aber das Zeug quillt definitiv unglaublich auf! Man braucht nur Wasser hinzugeben. Total praktisch, denn man muss sich nicht notwendigerweise mehr mit 45 Liter Beuteln Erde abschleppen. Jackpot! 😉

Anbei ein paar Fotos sowie folgender Link, der erklärt, warum man lieber torffrei gärtnern sollte: Torf gehört ins Moor.

Schönen Abend euch!

Ed Emberley, Florian und die entschleunigte Inspiration

Ich möchte heute gerne etwas zum Entschleunigen beitragen.

Die Welt und unsere Köpfe drehen sich einfach zu schnell. Findet ihr nicht? Es gibt zu diesem Thema einen interessanten Artikel, den ich hier gefunden habe. Über einen Menschen, der fast ausschließlich wie im vor-vorigen Jahrhundert lebt. (Ja, ich weiß: das Wort gibt es nicht .-)

Außerdem würde ich euch gerne Ed Emberley, Children’s Book Illustrator vorstellen. Dieses Portrait ist auf Englisch; in jedem Fall aber schön anzuschauen.

Wer sich von Florian hat inspirieren lassen, der möge doch mal bei Manufactum vorbeischauen. Dort gibt es viele Dinge, die sich aufgrund ihrer Altbewährtheit – wieder ein Wort erfunden? – bis heute durchgeschlagen haben. Sehr schön dort.
Einen entspannten Abend euch!

Wim Wenders‘ Fotoausstellung in Hamburg

Ich denke, die Ausstellung PLACES, STRANGE AND QUIET könnte interessant sein und plane, dort demnächst mal an einer Führung teilzunehmen. Wer noch Interesse hat, dem habe ich folgende Informationen zusammen getragen.

Wo: Phoenix Fabrikhallen (Harburg) / Sammlung Falckenberg
Wie lange: vom 14. April bis 15. August 2012
Besonderheiten: eine Anmeldung ist erforderlich, da der Besuch der Ausstellung nur im Rahmen einer Führung (90 Min.) möglich ist
Mi und Do um 18 Uhr, Fr um 17 Uhr, Sa und So um 11 Uhr und 15 Uhr

Kostenpunkt Eintritt und Führung: 15 Euro/Person (Ermäßigt: 12 Euro/Person)

Links: Deichtorhallen, Sammlung Falckenberg, Kurz-Video über die Ausstellung
Über die Filme von Wim Wenders gibt es ja diverse Meinungen. Sicherlich zurecht. Ich oute mich hiermit jedenfalls als Fan von The Million Dollar Hotel

Geistiges Eigentum

Dieser Artikel dümpelt als Entwurf schon seit einiger Zeit in meiner Artikelliste. Aufgrund der aktuellen Debatte werde ich ihn nun mal an die Luft setzten. Also:

Unsere Regierungen verhökern unser geistiges Eigentum nach China, als gäbe es kein Morgen; wohlwissend, wie dort damit umgegangen wird.

Wir verkaufen Waffen an Länder, für deren Führung das Wort dubios ein Kompliment ist.

Steuerhinterzieher werden vorgewarnt und gehen bei Selbstanzeige straffrei aus.

Umweltsünder werden mit Verschmutzungsrechten beschenkt.

Aber wenn ein Kind von 12 Jahren einen Musiktitel iIIegal runter lädt, muss es 250.000 Dollar Strafe zahlen. Was, wenn es in die Mall gegangen wäre, und dort eine CD geklaut hätte – mit sage und schreibe zehn Liedern drauf? Hätte das Kind dann zweieinhalb Millionen Dollar Strafe zahlen müssen? Wohl kaum.
Was sagt uns das?

Das Internet ist das einzig wirklich demokratische Mittel, welches die Menschheit derzeit besitzt. Die Frage ist nur: wie lange noch?

Alleine den Ausdruck geistiges Eigentum halte ich für gewöhnungsbedürftig. Mir ist nicht wohl dabei, wenn das Wort Geist und das Wort Eigentum eine Beziehung miteinander eingehen. Meiner Meinung nach ist dieser Ausdruck gar ein Oxymoron.

Dem muss ich wohl hinzufügen, dass ich noch zu den Dinosauriern gehöre, die sich CDs kaufen… und nicht nur deshalb finde ich großen Gefallen an folgendem „Interview“ mit Sven Regener zum Thema geistiges Eigentum (audio):

Sven Regener: …wir machen keine Verträge… wir gehen auch keine Geschäftsbeziehungen mit Plattenfirmen ein, weil wir DOOF sind oder aus Chi-chang-doodle oder so oder weil wir was zu verschenken haben, sondern weil wir sonst unsere Musik nicht machen können. Und mein Problem, was ich dabei habe, ist, man wird uncool wenn man sagt hier Urheberrecht und so. Aber es wird so getan, als wenn wir Kunst machen würden als exzentrisches Hobby. Und das Rumgetrampel darauf, dass wir irgendwie uncool seien, wenn wir darauf beharren, dass wir diese Sache geschaffen haben, ist im Grunde genommen nichts anderes als dass man uns ins Gesicht pinkelt. Und sagt: euer Kram ist eigentlich nichts wert, wir wollen das umsonst haben. Wir wollen damit machen können, was wir wollen. Und wir scheißen darauf, was Du willst oder nicht. Eine Gesellschaft, die so mit ihren Künstlern umgeht, ist nichts wert. Das einzig Wahre am Rock’n Roll ist, dass wir jede Mark, die wir bekommen, selber verdienen. Die bekommen wir von Leuten, die sagen: ja, das ist mir das wert. Ich gebe 99 cent aus für dieses Lied. Das ist die Idee dabei. Das macht den Rock’n Roll groß. Alles andere ist Subventionstheater, ja? Alles andere ist Straßenmusik. Aber ich möchte kein Straßenmusiker sein. Und es ist halt eine Frage des Respekts und des Anstands – muss ich mal ganz ehrlich sagen. So wie es ’ne Frage auch des Respekts und des Anstands ist, nichts im Supermarkt zu klauen, selbst dann, wenn man wüsste, dass man nicht erwischt würde. Solange das funktioniert, ist das gut, wenn das nicht funktioniert, müssen wir uns natürlich andere Wege überlegen, wie wir unsere Platten produzieren, oder eben auch nicht. Denn zu glauben, man könne auf Plattenfirmen verzichten und dann würde man sozusagen trotzdem noch dieselbe Art von Musiklandschaft vorfinden, wie wir sie eigentlich jetzt haben – oder sagen wir mal vor zehn Jahren hatten – das ist ein großer Irrtum. (…)
Und was wir zum Beispiel im Augenblick haben, diese Sache mit youtube, ja, da muss man mal ganz klar irgendwie die Fronten klarmachen, youtube gehört Google. Das ist ein milliardenschwerer Konzern, die aber nicht bereit sind, pro Klick zu bezahlen. Nun hat aber weder youtube noch Google uns irgendwas zu bieten, AUSSER was andere Leute geschaffen haben und da reingestellt wird. Und da sind wir gerade an dem Punkt, wo die Musiker sagen und die GEMA sagt – und die GEMA sind wir letztendlich, das sind die Komponisten und Textdichter – und wir sagen NEIN. Für dieses Geld kriegt ihr unseren Kram nicht. Und wir sehen nicht ein, dass Milliardengeschäfte gemacht werden, auch mit Werbung in diesem Bereich, ja, und wir kriegen davon nichts ab. Wir sind sozusagen die Penner in der letzten Reihe. Das ist ’ne Unverschämtheit. Und da sollte sich jeder, auch junge Menschen, mal überlegen, ob er sich wirklich zum Lobbyisten von so’nem milliardenschweren Konzern wie Google machen möchte. Und das sind große Lobbyverbände, diese Internetfirmen, ja? Und viel stärkere, als zum Beispiel die Plattenindustrie. Und bringen jetzt als Hilfstruppen die ganzen Deppen da ins Spiel, die sagen:  „Warum kann ich denn das Video nicht auf youtube gucken?“ Ja, dann guck’s halt woanders! Ja? Unsere Videos kann mal alle bei element-of-crime.de gucken, da muss man nicht zu youtube gehen. Tut mir leid. Gibt’s halt nicht bei youtube. Bis die nicht bereit sind, dafür auch was zu bezahlen. Denn ein Geschäftsmodell, was darauf beruht, dass diejenigen, die den Inhalt liefern, nichts bekommen, das ist kein Geschäftsmodell, das ist scheiße, ja, und ansonsten können sich ja dann alle ihre Lieder von Kim Schmitz vorsingen lassen.

Erich Renz: Das ist ja eine ganz schön dezidierte Meinung, Herr Regener.

Regener: (lacht) Leider ist das nicht schön. Und das tut mir auch leid, dass ich jetzt so schwallartig hier runterkomme, aber mir steht’s wirklich bis hier, ich kann das alles nicht mehr hören. Ich kann vor allem die ganzen asozialen Leute nicht mehr hören, die immer sagen, ja, wieso, diese Künstler, die sollen … das sind ja sowieso alles N*tten wenn sie’s für Geld machen, ja, die Leute haben für alles Geld aber wir sollen es irgendwie umsonst machen. Was soll das? Auch der Begriff „Piratenpartei“ ist geistiges Eigentum und wenn ich Morgen hier ’ne Piratenpartei gründe, steht ’ne halbe Stunde später der Anwalt der Piratenpartei auf der Matte. So sieht’s nämlich aus. (…)

Ich persönlich schwanke. Kann mich nicht entscheiden. Wie immer im Leben ist es eine Gratwanderung. Und man sollte vermeiden, zu irgendeinem Extrem zu tendieren. Geistiges Eigentum in allen Ehren, aber auch hier wird Raubbau betrieben. In Florida verklagten Anwälte einen Kindergarten, weil deren Betreiber Mickey und Donald auf dessen Wand gemalt hatten…

*pfff*

Und Plattenfirmen sind – oder waren – auch nicht immer unbedingt die Unschuldslämmer. Von wegen Knebelverträge und so… Nur jetzt sind sie am A**.  Meines Erachtens aber nicht (nur), weil es das Internet gibt, sondern weil vielerorts nur noch Schrott produziert wird. Massenware ohne Seele. Von der Klangqualität mal ganz zu schweigen! (Stichwort: „loudness war“)

Im Radio laufen quasi von morgens bis abends nur ein Dutzend Songs. Rauf. Und runter. Da kriegt man höchstens einen zuviel – aber nicht die Lust, sich den Kram dann auch noch zu kaufen. Es gibt sooo viele vielversprechende Künstler, aber seit Jahren macht sich kaum eine Plattenfirma mehr die Mühe, Künstler aufzubauen. Künstler, die diesen Namen auch verdient haben. Ich rede nicht von den ganzen künstlich kreierten Eintagsfliegen, die von allen Seiten ausgelutscht werden, und dann als leere Hülle liegen gelassen werden. Teenie-Hype-Bullshit wie DSDS-Kandidaten oder sonstwie fabrizierte „Bands“ mit Namen wie Monrose oder ähnlichen Quark. Bro’Sis? Ääähm… nein, danke!

Ja, Musik hat einen Wert. Ich für meinen Teil denke so wie Nietzsche: Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum. Aber das Internet trägt nicht allein die Schuld daran, dass es der Musikindustrie so schlecht geht. Vielleicht war der Untergang vorprogrammiert. Und all das Untergangsgeschwafel, dass nur das Internet als Bösewicht ausmacht, dient m.E. einzig und allein der Rechtfertigung von ACTA. Oder ähnlicher Verkrüppelung des Internets und letztlich der Demokratie.

Weitere lesenswerte Links zu diesem Thema:

Interview mit Girl Talk

Good Copy Bad Copy

Wir sind Helden bei der Berliner Zeitung

Judith Holofernes fragt die Jugendredaktion: „Liebe Jugendredaktion: Die Musik­industrie geht den Bach runter, und viele sagen, dass Musik für die Jugend keinen Wert mehr habe. Und klar, wenn man sieht, wie viele Teenager das mickrige Gepupse aus ihren Handys für Musik halten, dann kann man das fast glauben. Auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass Musik euch weniger bedeutet als mir früher. Musik zu lieben, liegt in unserer Natur. Was denkt Ihr, verliert die Musik an Wert, weil sie überall umsonst verfügbar ist?“

Ca-poooo-ccino

Eigentlich weiß ich ja schon, dass ich mich mit diesem Artikel bei einigen Mitmenschen unbeliebt machen werde. Dennoch – oder gerade deshalb *har* – möchte ich mich gerne auslassen.

Und zwar über das unbändige Bedürfnis frischgebackener Mamas gemütliche Cafés zu belagern. Mit Kind, Kegel, Karre – und vielleicht noch einem Labrador-Mischling. Letztens hatte ich die zweifelhafte Ehre, einer Mutter beim Wechseln der vollen Windeln zugucken zu dürfen. Während mir mein Frühstück im Hals stecken blieb. Hab ich das Memo nicht gelesen? Oder sonst irgendetwas verpasst? Hat das Windelwechseln jetzt das Rauchen abgelöst? Falls ich da ein Wörtchen mitzureden habe, würde ich gern ein Veto einlegen. Bitte. Könnten wir vielleicht eine windelfreie Zone einrichten? Zumindest eine 2m Mindest-Distanz zu meinem Nutella-Brötchen? Wäre das machbar?

Wahrscheinlich nicht…

Ich meine, ich habe mich wohl oder übel daran gewöhnt, dass mein Trommelfell sich auf das Geschrei fragwürdig erzogener Pupsgesichter einstellen muss, wenn ich entspannt irgendwo einkehren und meinen Kaffee genießen möchte. Auch triefnasse Karren, die den Weg versperren, habe ich zu umschiffen gelernt.
Aber wie selbstverständlich wird Spielzeug mitgebracht, Decken ausgebreitet – und werden Windeln gewechselt. Während ich denke: haben die kein ZUHAUSE? Oder einfach nur keinen Kaffee IN ihrem Zuhause? Was ist mit Manieren? Muss man die an der Tür abgeben, auf dem Weg zum Elternsein?

So viele Fragen. In der Zwischenzeit bin ich aufgestanden und bezahle. Die Dame, die mein Geld entgegennimmt, erzählt mir von letzter Woche – als eine Mama ihrem Spross auf dem Tisch die Windel wechselte… Hm. Dann war meine Nachbar-Mama ja noch gnädig, weil sie nur den Sessel benutzte.
Trotzdem wünsche ich mir die Raucher zurück. Oder alternativ die Zeit, als man sich beim Frühstücks- oder Feierabend-Kaffee nicht wie im Wartezimmer eines Kinderarztes vorkam...

Transparenz schafft Vertrauen

Eine gute Freundin hat mich auf die Volksinitiative Transparenz schafft Vertrauen aufmerksam gemacht. Ich möchte diese Info gerne hier teilen, da auch ich denke, dass Transparenz der Demokratie nur zugute kommen kann. Hier also ein Auszug:

Hamburg hat, wie zehn andere Bundesländer und die Bundesrepublik selbst, ein Informationsfreiheitsgesetz (IFG). Diese Gesetze basieren auf dem Prinzip: Bürgerinnen und Bürger müssen einen Antrag stellen und eine Gebühr bezahlen. Das ist mühselig, teuer und nicht immer erfolgreich. Dieses Prinzip wollen wir mit einem zentralen Informationsregister umkehren. Dafür brauchen wir ein Transparenzgesetz. Ziel ist es, uns Bürgerinnen und Bürgern Informationen einfach zugänglich zu machen.

Wir wollen:

Korruption erschweren
Steuerverschwendung vorbeugen
Misstrauen abbauen
Vertrauen in Politik und Verwaltung stärken
Verwaltungsabläufe vereinfachen
Mitbestimmung erleichtern

Um diese Ziele zu erreichen, wollen wir, dass Verträge, Gutachten, Statistiken und Verwaltungsvorschriften der öffentlichen Hand aufgeführt und im Internet verfügbar gemacht werden.

Wir haben ein Recht zu erfahren, was mit unseren Steuergeldern passiert.

Demokratie braucht Transparenz und Vertrauen.

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Volksinitiative Transparenz schafft Vertrauen

Wer unterschreiben möchte, macht dies online über die Homepage oder geht heute, Dienstag, ab 18 Uhr zum Altonaer Rathaus. Morgen kann man ab 19:30 vor der Fabrik unterzeichnen.

Ich persönlich denke, dass spätestens die Elbphilharmonie gezeigt haben sollte, dass dieses Gesetz notwendig ist. Und ich würde mich über viele Unterschriften freuen 🙂