Atomkraft – nein danke?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nicht so recht weiß, was ich von den jetzigen Diskussionen zum Thema Atomkraft zu halten habe. Anstatt sich in diesem Moment über die hiesige Atompolitik zu streiten, wäre es unter Umständen angebrachter, die Japaner mit positiven Gedanken und/oder Gebeten zu unterstützen.

Ja, auch ich bin gegen AKWs und war u.a. bei der Menschenkette 2010 dabei. Aber wenn ich sehe, dass bei facebook plötzlich zig Leute ein „Atomkraft – nein danke!“ Logo in ihr Profil einbinden, weil irgendein Schlaumeiner nach Fukushima dazu aufgerufen hat, krieg ich ’ne Krise. Denn ich möchte wetten, dass mindestens die Hälfte dieser Mitläufer ihren Strom bei „den großen Vier“ beziehen. Frei nach dem Motto: Atomkraft? Wieso… mein Strom kommt aus der Steckdose.

Was ich mir wünschte, wäre ein Moratorium.
Und zwar des Streits und des Wahlkampfgeschwafels… und der Mitläuferei.


Atomausstieg selber machen

3 Gedanken zu “Atomkraft – nein danke?

  1. lechristoph schreibt:

    Es ist halt so einfach, sich diesen schicken Button ans Facebook-Profilbild zu heften. Außerdem kann man so „etwas tun“, ohne wirklich etwas tun zu müssen. Sehr praktisch…

    Wirklich zu handeln und den Stromanbieter dauerhaft zu wechseln, ist dann eben doch nicht mit einem schnellen Klick getan, sondern erfordert ein wenig Aufwand und verursacht Kosten.

    Dazu sind die meisten dann eben doch nicht bereit – und wenn das nächste Mal etwas Wichtiges passiert, ist das Anti-AKW-Logo schnell durchs nächste Mitläufer-Logo ersetzt…

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    • michaela schreibt:

      Ich denke, Du hast mit Deiner Einschätzung den Nagel auf den Kopf getroffen.

      Wir können uns den neuen Stromanbieter theoretisch auch nicht leisten. Praktisch sparen wir jetzt einfach bewusst mehr Strom und kommen somit am Ende etwa auf die gleiche Summe. Das ist gut für die Umwelt UND fürs Portemonnaie.
      (Also: alles wird gut! 😉

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  2. Sandra Beer schreibt:

    Das ist doch bei allem so. Es gibt auch genügend Leute, die sich über Konservierungsstoffe etc. im Essen aufregen und dann doch billige Fertigprodukte kaufen. Wenn man wirklich etwas bewegen möchte, sollte man zunächst bei sich selber anfangen bzw. sein eigenes Verhalten überdenken.
    Ich stimme der hier vorherrschenden Meinung aber zu: Ein Wechsel zu erneuerbarem Strom ist unausweichlich. Es ist jetzt nicht reden, sondern handeln angesagt, um diesen Stromwechsel möglichst schnell zu vollziehen.

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