Hamburg wählt

Okay, ich gebe zu ich habe mich noch nicht mit den 3.000 Zetteln befasst, mit denen ich 20 Kreuze abgeben lernen soll. Mit anderen Worten: ich weiß zwar, wen ich wählen will, aber nicht WIE. Macht ja nix, ist ja noch ein bisschen Zeit. Außerdem ist es sowieso fast egal, welche Pappnase man wählt, oder? Wobei, dass die CDU gar nicht geht, dürften inzwischen alle gemerkt haben.

Falls jemand noch nicht wissen sollte, WEN er wählen möchte, den könnte folgende Aufstellung – von attac zusammengetragen – interessieren. Hier werden DIE LINKE, GAL, SPD und CDU in Hinblick auf folgende Themen verglichen: Klima- und Umweltschutz, Elbvertiefung, Energienetze, Verkehr, Umweltzone/Citymaut sowie Energieeinsparung bei Gebäuden.

Den Wahl-o-Mat habe ich auch schon bemüht. Mir hat er allerdings nicht groß weitergeholfen. Und die doppelt verneinte Fragestellung hat mich ehrlich gesagt etwas an den Machern dieses Teils zweifeln lassen. Allerdings steht meine Entscheidung ohnehin schon fest, also will ich mich mit derlei Zeitvertreib auch gar nicht weiter aufhalten.

Wer sich bisher noch überhaupt nicht mit dem Thema Wahl auseinandergesetzt hat, der sollte womöglich langsam damit anfangen… ihr wisst ja: wer nicht wählt, darf hinterher nicht meckern 😉 Oder – wie Platon so schön sagte:
Diejenigen, die zu klug sind, um sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, dass sie von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst.
Also: am besten selbst aktiv werden.

Bald gibt’s dann wahrscheinlich auch bei uns ganz moderne Nacktscanner Wahlmaschinen… Viel Spaß beim Schauen und – go vote!

6 Gedanken zu “Hamburg wählt

  1. dk schreibt:

    Ist doch irgendwie eigenartig, dass bei all den Leuten, die in ihren Blogs über die Frage, wen sie wählen sollen rumrätseln, nie das personalisierte Wahlrecht und die Notwendigkeit eine Rolle spielt, sich mit den einzelnen Kandidierenden (statt nur den Parteien) auseinandersetzen. Und deshalb auch immer nur der Wahl-o-mat und nicht abgeordnetenwatch.de oder der Kandidaten-Check erwähnt werden… 😉

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    • michaela schreibt:

      Das ist sicher richtig!
      Ich persönlich rätsel nicht rum, wen ich wählen soll – dat weet ik nämlich :o)
      Auf abgeordnetenwatch verlinke ich grundsätzlich, auf meiner „Guckst Du“ Seite. Allerdings ist mir zu Ohren gekommen, dass die Kandidaten kurz vor der Wahl den Ansturm der Fragen ohnehin nicht mehr bewältigen konnten/wollten.
      Wie dem auch sei: ich habe gewählt und hoffe, dass das Ergebnis besser wird, als das schwarz-grün Desaster. *klopfaufholz*

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    • michaela schreibt:

      Ich sag Dir… meine Oma hat so lange gebraucht, ihre 20 Stimmen abzugeben, dass mir vom Warten schon die Füße taub wurden. Die Arme. War total überfordert.
      Naja, nächstes Mal sind’s dann ja nur 10 Kreuze. Und eigentlich ist es ja eine gute Sache, direkter Einfluss nehmen zu können. Halt nur nicht für 89jährige! ;o)

      Herzliche Grüße zurück und einen schönen Start in die Woche!

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  2. dk schreibt:

    Sorry, war nicht persönlich gemeint. Ich find’s nur schade, dass die Plattform, auf der man sich am besten über die Kandidaten (und eben nicht nur die PARTEIEN) informieren kann (nicht nur durchs Fragen stellen, sondern auch durch Lesen der Antworten auf bereits von anderen gestellte Fragen und eben durch den Kandidaten-Check) sowohl von den offiziellen Stellen als auch von unabhängigen Blogs weitgehend ignoriert wird. Dabei verdankt ja abgeordnetenwatch seine Entstehung dem neuen – per Volksentscheid erstrittenen – demokratischeren personalisierten Wahlrecht (bzw. wurde von seinen Machern deswegen als notwendiges Instrument zum Kennenlernen der Kandidaten betrachtet und ins Leben gerufen). Was wir stattdessen jetzt erlebt haben, ist ein weitgehendes Ausblenden der Möglichkeit, durch Kumulieren und Panaschieren Kandidaten von hinteren Listenplätzen „nach vorne zu wählen“. Und die Partei, die ihren wahlkämpfenden Mitgliedern per Selbstverpflichtung untersagt hat, auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen, hat auch noch die absolute Mehrheit gekriegt 😦

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    • michaela schreibt:

      Ich bin mit dem Ausgang auch nur bedingt zufrieden. Allerdings bin ich seit längerem der Meinung, dass Politik – so blöd das auch klingen mag – zuhause anfängt. Als Konsument entscheidet man zig mal die Woche über viele Begebenheiten. Wenn man diese Entscheidungen weise trifft, dann ist es (fast!) nebensächlich, wen man wählt. Ganz überspitzt gesagt.
      Politiker sind Marionetten – zumindest jene, die immer wieder an der Macht landen. Sie dienen fast ausschließlich der Wirtschaft bzw. deren Lobby. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine Tatsache. Von daher bin ich dazu übergegangen, die Produkte, die ich benötige, „weise“ zu konsumieren. Das ist meine Art, Politik zu machen. (Naja, neben diversen Demos, Unterschriftenaktionen und dergleichen… 😉
      Baby-steps!

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