Wir sind alle Piraten

In den letzten viereinhalb Jahren sind über zwanzig Millionen Hektar Ackerland in Afrika, Asien und Lateinamerika an ausländische Investoren verkauft oder auf mehrere Jahrzehnte hin verpachtet worden.

Wenn ich mir die verschiedenen Meinungen in Bezug auf den Piraten-Prozess so ansehe, stelle ich mal wieder fest, dass es erschreckend viele Unwissende auf diesem Planeten gibt. Die unbedingt wollen, dass die bösen Piraten möglichst hart bestraft werden. Klar, auch ich finde das Plakat „WE ARE NOT PIRATES – WE ARE FISHERMEN“ ein wenig überzogen.

Jedoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die so genannte entwickelte Welt sich seit Jahrhunderten am afrikanischen Kontinent so bedient, als sei es ein all-you-can-eat Buffet. Von  Blut-Diamanten über Öl über Gold über Agrarland… die Liste lässt sich ewig fortsetzen. Nebenher werden europäische Bauern mit Millarden EUR Steuergeldern subventioniert und die Zölle so erhoben, dass afrikanische Waren – nicht mal im eigenen Land – mit den europäischen konkurrieren können. Wer beutet hier wohl wen aus?

Schwarzes Gold und rote Erde

Landgrabbing: China im globalen Wettlauf um Nahrung

Keine Finanzspekulation mit Grundnahrungsmitteln

Finanzspekulation und Landgrabbing heizen den Hunger an

Frontal21 – Pirat: „Ich habe kein schlechtes Gewissen“

(Quelle Zitat: Wikipedia)

2 Gedanken zu “Wir sind alle Piraten

  1. dieblaueneu schreibt:

    Na, wenn dass alles schon so lange währet, warum beginnen dann die Ausgebeuteten nicht mal damit, sich zu wehren. Statt dessen verkaufen sie munter an die Chinese People ihre Felder,Wälder und Grundstoffe.
    Sie dulden das Infrastrukturmassnahmen mit chinesischen Arbeitern erledigt werden, statt mit ihren Landsleuten.
    Es ist doch wohl so, dass die schwarzafrikanischen Führer ihre Völker zur Ausplünderung freigeben und sich daran masslos bereichern.
    Wenn dann ihre „Freiheitsbewegungen“ mit fremder Hilfe einmal ein Land in die Finger bekommen, wie -na -sagen wir mal-Simbawe-schüren sie Rassismus pur,schlachten die Weissen ab, worüber natürlich nicht geredet werden darf, stehlen deren Land, ruiniernen die Wirtschaft und plündern wieder ihre Landsleute aus, die dann nach Südafrika einfallen und sich rassistische Kämpfe mit der dortigen Bevölkerung liefern.

    Alles Unsinn, diese Beschimpfung der Europäer und der Weißen. Die Schwarzafrikaner müssen sich in erster Linie selbst helfen wollen,wenn sie nicht aus eigener Untätigkeit von der Kuratel der Europäer in die der Chinesen übergehen wollen.

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    • michaela schreibt:

      Natürlich gibt es auf dem afrikanischen Kontinent viele korrupte „Führer“. Das bestreitet niemand.
      Diese Tatsache ändert aber nichts an den übrigen Fakten. Denn statt diesen Tyrannen das Geld in den bodenlosen Rachen zu schmeißen, hätte man lieber eine natürliche Konkurrenz auf dem Lebensmittelmarkt zulassen sollen. Oder in die Bildung oder in Trinkwasserquellen investieren. Ich gehe so weit, zu sagen, dass die Situation in Afrika so gewollt ist – inklusive Tyrannen. Aber das ist nur meine Meinung.
      Die Chinesen… nun, die katapultieren die Infrastruktur einiger afrikanischer Länder nur deshalb ins 21. Jahrhundert, um ihre Rohstoffe besser abtransportieren zu können. Das wissen wir. Der Bevölkerung, die davon profitiert, ist dies im ersten Moment wahrscheinlich egal. Ob das schlau oder dämlich ist, sei erstmal dahingestellt.

      Ich sage nur: in Deutschland landen jährlich geschätzte 20.000.000 (in Worten: zwanzig Millionen) Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Da sollte man sich eher schämen, als ausgerechnet für somalische Piraten die Höchststrafe zu fordern.

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