Schanzenfest 2010 – Mittel zum Zweck

Das Schanzenfest – ein schwieriges Thema?

Ich muss zuallererst sagen, dass ich die Schanze schon lange kaum noch ertragen kann. Heute ist dort alles sehr möchtegern. Meine Zeit verbringe ich von daher meist lieber woanders. Das Schanzenfest sollte man allerdings besuchen. Vorausgesetzt man hat friedliche Absichten. Ich halte es für ein Unding, was seit einiger Zeit in Hamburg vor sich geht – und Protest ist unbedingt angebracht. Allerdings sehe ich absolut keinen Sinn in wahlloser Zerstörung und Gewalt. Protest sollte friedlich und vor allem intelligent sein.

Bisher haben die Medien erfolgreich polarisiert und der Politik damit hervorragend zugespielt. Die ‚linke Gewalt‘ ist im Verfassungschutzbericht 2009 das Thema. Die Partei Die Linke wird vom Verfassungsschutz bespitzelt. Wenn das Haus irgendeines FDP-Politikers mit Farbgläsern und Steinen beworfen wird, wird gleich das anstehende Schanzenfest als Grund bemüht. Wenn es nicht so plump, kalkuliert und dumm wäre, könnte man darüber lachen! Dieser ganze Zirkus hat lediglich einen Beweggrund: jene zu illegalisieren, die sich die herrschenden Zustände nicht länger einfach nur mitansehen wollen.

Ganz ehrlich: spekuliert mal schön weiter an der Lebensmittel-Börse. Treibt die Preise der Grundnahrungsmittel noch höher, damit weltweit Abertausende Menschen mehr verhungern. Treibt Energiepreise und Mieten exorbitant in die Höhe, um eure Taschen zu füllen. Macht ruhig weiter so. Aber wundert euch doch dann bitte nicht, wenn irgendwann wer aufsteht und protestiert.

Das Schanzenfest bedeutet einerseits Protest, ist aber in erster Linie ein Fest und sollte möglichst friedlich und zahlreich gefeiert werden.
Übrigens werden unter dem Motto „Geschlossen gegen Gewalt“ die Daniela Bar, Saal 2, BP 1, Bedford, Herren Simpel, Thier Bar, Kulturhaus73 zum Schanzenfest geschlossen bleiben. Um Gaffern und Krawalltouristen die Plattform zu entziehen.

Das Foto oben zeigt im Hintergrund das Schanzenfest vor 10 oder 11 Jahren. Blick auf Susannenstraße. Das Gebäude, von dem aus ich fotografiert habe, wurde inzwischen abgerissen.

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