Ist das Bienensterben wirklich mysteriös?

  • 1992 wurde erstmals der Rückgang der Bienenpopulation erkannt und wird seitdem erforscht. Problematisch daran ist, dass man von der Zeit vor dem Einsatz von Pestiziden keine Messdaten von gesunden Bienen zum Vergleich hat.
  • es gibt circa 19.000 wilde Bienenarten
  • eine unbekannte Plage dezimiert ALLE Bienen
  • Globalisierung / Austausch von Königinnen und Volk verbreitete die Varroa Milbe aus Asien in die ganze Welt, diese wiederum verbreiten Viren
  • weitere, wichtigere Ursache: zum Teil riesige Monokulturen, Einsatz von Pestiziden, Fungiziden und Insektiziden

BAYER zahlte französischen Imkern nach einem massiven Bienensterben durch Einführung eines ‚Pflanzenschutzmittels‘ zwar 2 Millionen Entschädigung, weigerte sich jedoch, Schuld in diesem Zusammenhang einzugestehen.

Kein Wunder: BAYER verdient allein an diesem Produkt („Gaucho®“) 556.000.000 EUR pro Jahr. In Worten: über eine halbe Milliarde pro Jahr.

Ähnlich verhält es sich mit „Poncho® Pro“* von BAYER. Auch hier handelt es sich um ein Gift der Wirkstoffgruppe Neonicotinoide – der Mais wird vor der Saat damit gebeizt. Und auch dieses Mittel soll mit dem Bienensterben in direktem Zusammenhang stehen. Natürlich wird dies seitens Bayer nicht eingeräumt, denn auch hier sind die Gewinne immens (237.000.000 EUR / Jahr 2007).

*Insektizid: Chlothianidin ( = Poncho = Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide)

  • Die Biene ist – nach Rind und Schwein – das drittwichtigste Nutztier und für die Erhaltung von circa 80% unserer Lebensmittel mitverantwortlich
  • In Deutschland besetzen Forscher der Firma BAYER die wissenschaftlichen Posten der Bienen-Institute.

Einer der Wissenschaftler, die Bernelas als sorgfältig bezeichnete, ein Professor der Chemie, sagt heute: „Am Bienensterben ist nichts rätselhaft. Die Neo-Nikotinoide sind schuld, das ist monokausal, die Unfälle mit Pestiziden mal abgezogen, aber sie dürfen mich mit dieser Aussage nicht exponieren. Ich habe 30 Milliarden gegen mich, das ist schlecht für die Gesundheit. Man kriegt einen Herzinfarkt oder kein Geld mehr.“ Joe Cummins meint: „Es scheint daran zu liegen, daß Bayer eng mit Monsanto kooperiert. Das ist schlecht für die Zukunft der Honigbiene und des Menschen.“ Ein Skandal für sich sei die Nichteinhaltung der im Pflanzen- und Bodenschutzgesetz verankerten „guten fachlichen Praxis“, wonach Pestizide erst eingesetzt werden dürfen, wenn alle gleich günstigen technischen und pflanzenbaulichen Verfahren zuvor genutzt wurden. Eine weit schonendere und effektive Alternative zu den teuren Pestizden sei Löschkalk, der nach ca. 2 Stunden zu harmlosem Kalk zerfällt, welcher sowieso zur Bodenverbesserung gebraucht wird. (…) Der 2005 veröffentlichte Abschlußbericht des Verbraucherschutzministeriums zu den Ursachen des Bienensterbens 2002/2003 in Deutschland nennt Pestizide als Verursacher unter ferner liefen hinter einer Kombination aus Milben-Befall, unbekannten Erregern, unfähigen Imkern und Pollenmangel. Das Kapitel über Imidacloprid als mögliche Ursache wurde von drei Bayer CropScience-Mitarbeitern verfaßt.

Das Zitat sowie weitere dieser Informationen stammen aus folgendem exzellenten Post zum Thema Bienensterben:

Katinka Schroeder – die Blueten des Boesen
(blogs.taz.de)

Unbedint lesen!

2 Gedanken zu “Ist das Bienensterben wirklich mysteriös?

  1. Emily schreibt:

    Ich darf gar nicht darüber nachdenken. Die Biene ist – wie du schon sagst – ein wichtiger Teil unseres Lebens. Ich weiß nicht ob es stimmt, aber man sagt, wenn die Bienen sterben, sterben auch die Menschen. Vielleicht zu dramatisch? Keine Ahnung, aber wir schaffen alles 🙄

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    • michaela schreibt:

      Na klar schaffen wir das.
      Als Konsument ist man sich meist gar nicht im Klaren darüber, wieviel ‚Macht‘ man hat. Für welche Produkte ich mich beim täglichen Einkauf entscheide, hat wesentlich mehr Einfluss auf die Welt, als meine Entscheidung bei den Wahlen!
      Also: bewusst konsumieren und alles wird gut :o)

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