Körperscanner oder Nacktscanner? Hauptsache Hamburg.

Man sollte sich nicht wundern, dass ausgerechnet Hamburg die so genannten Nacktscanner zur Probe einführen will. Heisst doch das Motto hier schon lange „mach‘ Dich nackich“ – zumindest, was den Steuerzahler angeht.
Dass die Firma, die die Nacktscanner (oder auch Körperscanner) herstellt, offenbar auch Streubomben produziert und vertreibt, ist de Maizière womöglich bekannt. Stört aber nicht weiter. Was uns auch nicht wundert. Insbesondere im Hinblick auf die heitere Tatsache, dass niemand geringeres als die CIA die Afghanistan-PR für Deutschland übernommen hat, als der Rückhalt im Land angesichts zahlreicher Todesopfer unter den Soldaten zu schwinden drohte.

Aber zurück zu den Nacktscannern. Mein erster Eindruck: wenn de Maizière sagt, dass die Kurzwellen dieser Geräte „völlig harmlos“ seien, sehe ich vor meinem geistigen Auge die Bilder der ersten Röntgen-Parties erscheinen…
Es gibt bisher keine Langzeitstudien zum Thema Kurzwellen-Strahlung. Vielleicht einer der Gründe, warum diese Scanner in der Europäischen Union noch nicht zugelassen sind.

Unabhängig davon ist Grünen-Innenexperte Wolfgang Wieland angesichts der neuen Informationen bezüglich der Hersteller-Firma für einen Verzicht des Deals.

Auch ich denke, dass man das Geld anderswo sinnvoller einsetzen könnte. Und wann ist überhaupt zuletzt ein Flugzeug mittels Sprengstoff in die Luft geflogen?

4 Gedanken zu “Körperscanner oder Nacktscanner? Hauptsache Hamburg.

  1. arnim schreibt:

    Wie Recht Du hast.

    Aber mir ist das alles egal. ICH habe nichts zu verbergen. Hauptsache, es ist alles sicher. Und wer weiß, vielleicht nehmen die Terroristen jetzt doch wieder Sprengstoff?! DANN kann man sie zumindest am Flughafen gleich festnehmen. Und die „kritischen Stellen“ werden doch eh unsichtbar gemacht. MIR ist das egal. ICH habe ja nichts zu verbergen. Hauptsache sicher!

    Hoffe die Ironie ist deutlich geworden. Die ganze Sache stinkt wieder nach vorauseilendem Gehorsam. Und zwar von der schlimmsten Sorte.

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    • michaela schreibt:

      Mich wundert inzwischen nichts mehr. Schon vor 13 Jahren musste ich mir eine Moralpredigt über Drogenkonsum von einem amerikanischen Zollbeamten anhören, nur weil ich zwar ein Feuerzeug bei mir hatte, aber keine Zigaretten… (na jut, die Tatsache, dass ich via Amsterdam einreiste, könnte auch damit zu tun haben).

      Aber wenn diese Scanner nicht die Persönlichkeitsrechte verletzen, dann bin ich mit meinem Latein am Ende.

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    • michaela schreibt:

      Ja.
      In einer halbwegs gesunden Welt würde man bei Angst vor Sprengstoffschmuggel einfach Spürhunde einsetzen.
      Aber ich schätze, die sind denen zu unzeitgemäß („wo ist’n hier das Display!?“). Oder zu umweltfreundlich („wie, keine Strahlung!?“).
      Oder vielleicht sind die auch einfach zu genau 😉

      Liebe Grüße aus Sumpfhausen!

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