Schanzenflohmarkt Flohschanze oder Park Lane Winterhude

Früher – so ca. vor 10 Jahren – war ich jeden Samstagmorgen auf dem Schanzenflohmarkt. Es gab für mich nichts Schöneres, als früh morgens noch mit kissenverknautschtem Gesicht und frischem Kaffee durch die Gänge zu schlendern. Ab und zu war ich auch gern auf dem noch weniger bekannten Flohmarkt Hellbrookstraße. Zwar musste man hier ordentlich stöbern, aber man konnte immer mal wieder ein schönes Schnäppchen schlagen.

Heute gibt es den einen Flohmarkt nicht mehr, denn dort, wo früher der Flohmarkt Hellbrookstraße war, wurde nun ein neues Wohnviertel aus dem Boden gestampft. Mit Namen Park Lane Winterhude. Ein „feines Paradies“ mit „East Side“ und „West Side Appartments“ sowie „relaxtem, kosmopolitischem Chic“. (Mietwohnungen? Haha, guter Witz). Wie dem auch sei. Den Flohmarkt gibt es nun nicht mehr und das führte dazu, dass die beiden Flohmärkte sich nun zu einem neuen vermischten. Viele gewerbliche Händler und Käufer tummeln sich nun hier. Letztere gern mit Hackenporsche Markenklamotten aufkaufend (und später auf ebay versteigernd). Zum anderen hat man immer mehr Exil-Eppendorfianer, die gebrauchte H&M Stoffhosen für 5 EUR verkaufen wollen. Irgendwie ein ungünstiger Mix! Also gehe ich nur noch aus Gründen der Nostalgie hierher.
Der Kaffee schmeckt immernoch und nach Umbau des Neuen Kamps kann man sich das Treiben schön von den sonnigen Holzstufen aus anschauen. Als ich – wider besseres Wissen – doch ein Teil erstehen wollte, kam gleich die Quittung: das Oberteil war leicht fusselig und die Verkäuferin betitelte den Preis auf 4 EUR. Normalerweise bin ich kein großer Feilscher, aber ich hatte keine 4 EUR mehr und fragte deshalb, meine letzten Münzen zählend, ob sie mir das Teil auch für 3,60 geben würde. (Mit allen 5, 2, und 1 cent Stücken wären’s sogar 3,85 gewesen ;-). Die Miene und der Ton der Verkäuferin ließen vermuten, ich hätte sie gerade nach einem ihrer Organe gefragt. Für lau.
Tja, ich Dummerchen dachte immer, dass wenn es einen Ort auf der Welt gibt, an dem man handeln kann, dann wohl auf dem Flohmarkt. Aber weit gefehlt.
Wenn ich demnächst mal wieder hinter dem Verkaufstisch stehe, werde ich auch meine Altkleider für 5 EUR verscherbeln – und nicht, wie sonst immer, für 2 EUR. Und wehe, jemand will handeln! Der kriegt gleich auf die Glocke… ;-))

Das anschließende Frühstück bei Villa Meer hat mich jedenfalls ausreichend entschädigt. (Frühstück Côte d’Azur: 2,50 EUR – hierzu demnächst mehr. Mjam!)

*edit*

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